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Karmin – Die Laus in der Beauty

Einer der am häufigsten verwendeten tierischen Inhaltsstoffe in Kosmetik ist Karmin, welcher zugleich auch mitunter dafür sorgt, dass diese nicht vegan sind (neben einigen anderen Inhaltsstoffen natürlich). Karmin wird aus gemahlenen (weiblichen) Koschenilleschildläusen gewonnen – ja, richtig aus... Läusen.

Während dies für viele (wenn auch nicht für die meisten) Menschen eine ziemlich abstoßende Erkenntnis ist und damit Grund genug, Karmin zu meiden, gibt es dennoch auch Stimmen, die die Verwendung wiederum als nicht problematisch ansehen. Im heutigen Video- und Blogbeitrag gehen wir näher auf das Thema „Karmin“ ein, was es ist und warum wir es nicht in unserer Kosmetik (oder irgendwo anders) haben wollen.

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Karmin – Die Laus in der Beauty

WAS IST KARMIN?

Karmin (auch Karmesin, Koschenille, Cochenille, Karminsäure, Purpur- oder Karminrot, Natural Red 4, CI 75470 oder E 120 genannt) – ist ein natürlicher Lebensmittelfarbstoff, der sowohl in unseren Lebensmitteln als auch in Kosmetika als Pigment/Farbstoff verwendet wird, um sie rot einzufärben. Gewonnen wird es hierbei aus zerkleinerten Koschenilleschildläusen gewonnen.
In Lebensmitteln findet man Karmin oftmals in Getränken wie Limonaden und Säften oder in Lebensmitteln, wie Süßigkeiten, Joghurt oder Eiscreme. Wenn ein Hersteller z.B. seinem Erdbeereis auch das dazu passende rosa-rote Aussehen verleihen will, dann wird oft Karmin als roter Farbstoff verwendet, um dies zu erreichen.
In der Kosmetik wird Karmin in allen Make-up-Produkten verwendet, die eine rote oder rot-ähnliche Färbung benötigen, z.B. Lippenstifte, Lidschatten, Rouges und natürlich Nagellack. Hierbei sollte jedoch auch beachtet werden, das sowohl natürliche als auch konventionelle Beauty-Produkte diese Farbe als Pigment beinhalten.  

So, jetzt wissen wir, dass viele Dinge, die tagtäglich konsumiert werden, wie Lebensmittel oder ein Großteil der Beauty-Produkte, zerdrückte Läuse enthalten. Das ist zwar ziemlich unappetitlich, aber warum wird das von denjenigen, die einen veganen Lebensstil leben, als "grausam" angesehen?

WAS MACHT KARMIN “GRAUSAM”?

Warum also wird die Verwendung von Karmin von VeganerInnen als „nicht ok" angesehen? Wie oben erwähnt, wird Karmin aus gemahlenen Koschenilleschildläusen gewonnen. Das bedeutet, dass Lebewesen eigens für unsere Kosmetika (und Lebensmittel) getötet werden. Uns ist bewusst, dass Käfer nicht zu den Favoriten der Menschen gehören und kaum bis gar keine Bindung zueinander besteht, wie es mit anderen Tieren der Fall ist. Dennoch finden wir nicht, dass sie einfach so „geerntet“ werden dürfen, nur damit ein Pigment bzw. einen Farbstoff hergestellt werden kann, welchen wir dann wiederum in dekorativer Kosmetik und Nahrung verwenden können.
Genauso wenig, wie wir absichtlich auf Ameisen treten würden (ja, es passiert zufällig - aber das ist nicht vorsätzlich) oder in unseren Häusern/Wohnungen gefundene Käfer ins Freie zu bringen, statt sie zu töten, oder? Das bedeutet nicht, dass wir Käfer LIEBEN, aber wir respektieren sie als Lebewesen, auf die wir nicht einfach so trampeln oder sie grundlos töten wollen.    

Um 1 kg Karmin herzustellen, benötigt man 100.000 Koschenilleschildläuse… richtig gelesen, 100.000 Koschenilleschildläuse! Stell dir also die schier unvorstellbare Menge an Läusen vor, die die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie in einem Jahr zur Lieferung des gewollten Karmins benötigt.
Es ist eine so große Zahl, dass sie für die meisten von uns nicht greifbar ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich klarzumachen, dass, um überhaupt jemals eine solche Anzahl von Koschenilleschildläusen zu erhalten, diese natürlich vorab eingesammelt werden müssen. Die Koschenilleschildläuse leben auf einer bestimmten Kaktusart und werden hauptsächlich von Farmen in Peru „geerntet“, die die speziellen Kakteen extra für den Verkauf von Koschenilleschildläusen anbauen. Der Anbau ist für uns alles andere als "natürlich" und ist bestimmt auch für die Koschenilleschildläuse nicht sehr angenehm, ganz zu schweigen davon, dass es einfach unnötig ist. 

So wie wir also gesagt haben, dass wir nicht absichtlich auf eine Ameisenkolonie treten würden, nur um sie zu töten (aus welchem Grund auch immer), sehen wir auch nicht ein, warum wir die Koschenilleschildläuse aufgrund ihres roten Pigments ernten sollten - vor allem, wenn es andere Alternativen gibt. Tatsächlich, wird oftmals behauptet, dass Karmin eines der besten und stabilsten Rotpigmente ist, das für dekorative Kosmetik erhältlich ist. Darüber hinaus wird es auch als „natürlicher" Inhaltsstoff angesehen. Es gibt jedoch definitiv Alternativen, von denen wir glauben, dass sie qualitativ genauso gut sind und noch dazu ethisch vertretbarer sind. 

ALTERNATIVEN ZU KARMIN 

Was wird also anstelle von Karmin verwendet, um die rote Färbung von Make-up zu erzeugen? Dies variiert von Marke zu Marke und den jeweiligen Produkten. So gibt es beispielsweise viele chemische Variationen von roten Pigmenten, die man in vielen herkömmlichen Kosmetika und in jedem Nagellack findet. In Naturkosmetik hingegen sind oftmals natürliche alternative Farbstoffe, wie Beerenextrakte oder jegliche Variationen von Pflanzenextrakten zu finden. Die Bandbreite an chemischen und organischen roten Farbstoffen und Pigmenten ist so groß, dass eine Auflistung zu lang wäre. Jedoch kann gesagt werden, dass wenn ein Beauty-Produkt rot ist und es KEIN Karmin enthält - dann, weil es eine vegane Alternative beinhaltet.  Für die Beimischung in Nagellacken haben sich natürliche rote Pigmente hingegen als nicht optimal erwiesen, da sie sich nicht ausreichend mit der Basis eines Nagellacks vermengen lassen, um kräftige und leuchtende Farben zu erzeugen, die man sich wiederum von Nagellacken erhofft. Aus diesem Grund werden umso mehr chemische Rotpigmente in Nagellack verwendet - auch in den natürlicheren oder „Frei von“ bzw. „Free from“-Nagellacken.
Die chemischen roten Farbstoffe sind jedoch unbedenklich und können somit auch bedenkenlos auf die Nägel aufgetragen werden. Anders hingehen sieht es bei chemisch erzeugten Farbstoffen in Make-Up für das Gesicht aus, hier sollten einige Farbstoffe besser gemieden werden, da sie die Haut an empfindlichen Stellen wie Augenlidern oder Lippen reizen können.

Dies hängt natürlich immer vom jeweiligen roten Pigment und auch von jedem Einzelnen ab, da manche Menschen empfindlicher auf verschiedene Inhaltsstoffe reagieren als andere.

IST KARMIN VEGAN? 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Karmin ein tierisches Erzeugnis von Läusen ist und somit nicht vegan ist. Wir bei Kia Charlotta haben uns verpflichtet unsere Kosmetik-Produkte zu 100% vegan herzustellen und haben daher niemals Karmin verwendet und werden es auch künftig nicht als Farbstoff verwenden. Abschließend möchten wir unseren heutigen Blogpost gerne mit folgender Frage beenden:
Wenn du bereits die Wahl hast Kosmetik-Produkte ohne Karmin zu verwenden, warum dann nicht auch umsetzen? 

Das war unser heutiger Blogbeitrag. Wir hoffen, es hat dir gefallen und du hast etwas Neues über vegane Kosmetik und den Farbstoff Karmin erfahren. 

Hab einen wunderschönen Tag! 

Viel Liebe, 
Dein Kia-Charlotta Team

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